WISSENSWERT
So kam die Marke in die Welt
Warum Fantasiewesen Unternehmertum ermöglichen
Impulse

Erinnern Sie sich auch noch an den Moment, als Sie zum ersten Mal vom Konzept der juristischen Person gehört haben? Als Ihnen klar wurde, da wird im Grunde etwas oder jemand erfunden, also ein Unternehmen fast wundersam zur Persönlichkeit? Diese handelt, macht Fehler, kann kriminell sein, verschuldet, anständig, erfolgreich, begehrt … genau wie ein Mensch!
Das Amt als Kreißsaal
Die Existenz einer Rechtspersönlichkeit wird durch ein Gründungsritual auf einem Amt (wie eine Geburt) rechtlich verbrieft. Damit ist sie auf der Welt, in den USA wird ihr sogar ein richtiger Körper im Namen zugeschrieben, denn da heißt sie Corporation. Das dahinterliegende Konzept der beschränkten Haftung für Einzelne ist genial und die Grundlage für das Unternehmertum, wie wir es kennen.
Wenn die Rechtspersönlichkeit eine Identität bekommt
Vom Fantasiewesen (!) der Rechtspersönlichkeit ausgehend ist der Sprung zur Marke klein. Irgendwann muss sich jemand in so einer „Körperlichkeit“ gedacht haben, wenn wir schon eine Erfindung sind, dass lasst uns das zu unseren Gunsten nutzen! Lasst uns eine begehrliche Persönlichkeit sein, die richtigen Signale setzen, die richtigen Geschichten über uns erzählen, damit die Menschen sie glauben und sie weitererzählen. Und schon war die Marke auf der Welt.
Marke ist geteilte Wahrheit
Ihre fantasierte Herkunft macht sie nicht zu einer Lüge. Eine Marke ist wahr, solange genügend Menschen diese Wahrheit teilen und sich an ihr erfreuen. Und solange die Marke in allem was sie tut und wie sie sich gibt diese Wahrheit bestätigt. Deswegen ist es so wichtig, die eigene Wahrheit zu (er)kennen.
Marken sind Fantasiewesen, die in der Realität extrem viel bewirken können.
Einem Unternehmen wird in den USA sogar ein Köper zugeschrieben, warum sonst die Bezeichnung „Corporation“!?
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